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Eines
der schönsten Provinzstädtchen Umbriens ist ohne Zweifel
Panicale mit seiner vollkommen geschlossenen Befestigung, innerhalb
derer sich die schmalen Gassen zwischen den dichtgedrängten Häusern
winden. Der Ort liegt auf einem steilen Hügel mit einer fantastischen
Aussicht über den etwa 6 km entfernten Trasimener See. Der intakte
mittelalterliche Flair, die beschauliche Ruhe und die wohltuenden Wälder
und Olivenhaine empfehlen von sich aus einen Besuch.
Bereits um 917 erstmals erwähnt, stand der Ort etruskischer Herkunft
im Mittelalter unter der Herrschaft von Perugia und fiel dem Kirchenstaat
zu. Der berühmte Maler Masolino und der grausame Söldnerführer
Giacomo Paneri - Boldrino da Panicale genannt - sind wohl die bekanntesten
Söhne des Städtchens; der erste Dichter komischer Heldengeschichten
des 16. Jahrhunderts, Cesare Caporali, ist ebenfalls hier geboren.
In der Kirche San Michele Arcangelo kann man eine „Verkündigung“ von
Masolino und eine „Geburt“ von G.B. Caporali aus dem Jahr
1519 bewundern. In der Kirche San Sebastiano befinden sich die berühmte
Fresken „Il martirio di San Sebastiano“ und „Madonna
in Gloria“ des Perugino. Weitere sehenswerte Bauten sind das
Theater Cesare Caporali, der Palazzo del Podestà aus dem 14.
Jahrhundert sowie der Palazzo Mancini, 1619 erbaut.
Im Gemeindebereich von Panicale gibt es weitere Kleinode, die einen
Besuch wert sind. Die Burg von Mongiovino, auf einer römischen
Anlage errichtet, das Santuario von Mongivino aus dem Jahr 1513 mit
prachtvollen Dekorationen, die Wallfahrtskirche Madonna delle Grondice
sowie das kleine mittelalterliche Kastell von Colle San Paulo.

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