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Von
etruskischer Herkunft, liegt Città della Pieve auf einem dominanten
Hügel. Die Stadt ist komplett aus Ziegeln erbaut und bietet dem Besucher
das typische Bild einer mittelalterlichen Ortschaft. Der Name kommt
von einem Kirchlein vor den Toren (pieve); als um 1600 der Ort das
Stadtrecht erhielt bekam er den Namen Città (Stadt) della Pieve.
Heute ist Città della Pieve ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches
Zentrum und wurde sehr gut restauriert ohne den Flair seiner Geschichte
zu verlieren. So befindet sich hier auch ein Sitz der Universität von
Perugia, wo ausser den normalen Vorlesungen auch wichtige Agrarforschung
betrieben wird. Der Wochenmarkt ist wohl einer der grössten und meistbesuchten
der ganzen Gegend. Das Stadtfest - der Palio dei Terzieri - findet
am Sonntag nach dem 10. August statt - ein Fest, das sich wirklich
kein Besucher entgehen lassen sollte!

Città della Pieve ist die Geburtsstadt des Perugino. Der kunstinteressierte
Besucher findet eine grosse Auswahl an herrlichen Kunstwerken, im Oratorio
di Santa Maria dei Bianchi, befindet sich ein Affresco des Perugino,
welches die gesamte Wand bedeckt und die Anbetung der Hl. Drei Könige
darstellt. Weitere Genüsse bietet der Casilino-Brunnen, eine römische
Zisterne,
die Kirche Santi Gervasio e Protasio mit ihrem Museum sowie der Palazzo
della Corgna (der heute Palazzo Mazzuoli heisst).
Etwas Kurioses: In Città della Pieve befindet sich das schmalste Gässchen
Italiens mit nur 50 - 60 cm Breite. Wenn sich hier zwei Personen begegnen,
können sie nur "quer" von Angesicht zu Angesicht aneinander vorbei
kommen; desshalb heisst dieses Gässchen Via Baciadonne (Küss-die Frauen-Strasse).
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